Nach dem Starten erscheint das unten abgebildete Hauptfenster der CNM-Anwendung. Die Topologie des MWN wird im linken Bereich als Baumstruktur und im rechten Fensterbereich mit hierarchisch organisierten Karten dargestellt. Beide Darstellungen visualisieren den aktuellen Zustand der jeweiligen Elemente und ermöglichen eine beliebige Navigation durch die Struktur des MWN. Neben dem aktuellen Zustand werden in den Karten zusätzlich die Auslastung der Verbindungen und die CPU-Auslastung der Komponenten dargestellt.
Für die Darstellung in der Baumstruktur gibt es zwei Alternativen: Entweder wird das gesamte Netz über die Baumstruktur dargestellt, oder nur die Teile des Netzes, in denen Interface-Ausfälle vorhanden sind.
Falls man bei den Optionen "Statistikinfo" angewählt hat, erscheinen unterhalb des Menüs zwei Auswahlboxen zum Wechseln der selektierten Kennzahlen. Mittels der oberen Auswahlbox kann zwischen den vorhandenen Knotenstatistiken und mittels der unteren Auswahlbox kann zwischen den existierenden Verbindungsstatistiken gewechselt werden.
Der Menübalken bietet schließlich verschiedene Einträge für die Steuerung und die Anpassung der Anwendung: Im CNM Menü kann eine Aktualisierung sämtlicher dargestellter Daten ausgelöst werden. Obwohl sich die CNM-Anwendung zwar in regelmäßigen Abständen selbst aktualisiert, kann ein Benutzer zwischen diesen Abständen eine außerordentliche Aktualisierung veranlassen. Weiterhin kann ein Benutzer in diesem Menü die Anwendung beenden. Im Bearbeiten Menü steht die Funktionalität zur Suche nach Anschlußinterfaces zu Verfügung (siehe Suche von Interfaces). Mittels der Menüs Knotenstatistiken und Verbindungsstatistiken kann der Benutzer zwischen den selektierten Kennzahlen wechseln. Ein Benutzer kann in beliebiger Reihenfolge zwischen den selektierten Kennzahlen mittels der Auswahlboxen unterhalb des Menüs (falls angezeigt) oder mittels dieser beiden Menüs wechseln. Weitere Menüeinträge im Optionen Menü erlauben das Ein- bzw. Ausblenden bestimmter Fensterteile sowie das Umschalten zwischen Deutsch und Englisch
Mittels eines Doppelklicks auf einen Standort (großer Kreis mit kleinem roten Pfeil) kann in eine detailierte Darstellung des jeweiligen Standortes hineingezoomt werden. Dies kann alternativ auch über die rechte Maustaste erfolgen: Befindet sich der Mauszeiger über dem gewünschten Standort, kann mittels der rechten Maustaste ein kontextabhängiges Menü geöffnet werden, das einen Wechsel zu der Detaildarstellung des jeweiligen Standortes erlaubt (siehe Abbildung).

Befindet sich der Mauszeiger über der Beschriftung einer Verbindung, kann ebenfalls ein mittels der rechten Maustaste ein kontextabhängiges Menü geöffnet werden (siehe Abbildung), das einen Wechsel zu der Detaildarstellung des mit dieser Verbindung assoziierten Standortes erlaubt.

Allgemein gilt sowohl für Komponenten als auch Verbindungen, daß dieser Menüpunkt deaktiviert ist, falls mit den entsprechenden Elementen keine weitere Detailkarte assoziiert ist.
Durch einen Doppelklick mit der linken Maustaste auf einen Standort in der Baumdarstellung der Topologie des MWN (in dem linken Bereich des Hauptfensters), kann ebenfalls in die Kartendarstellung des entsprechenden Standortes gewechselt werden.
Für die in den Netzkarten dargestellten Kennzahlen und Statusinformationen von Knoten und Verbindungen ist es nicht nur möglich aktuelle Werte anzuzeigen, sondern auch die Werte von einem vergangenen Zeitpunkt. Im Menü Optionen unter dem Menüpunkt LinkeSeite -> Historie kann man hierfür statt der Baumstruktur des Netzes ein Feld mit Einstellungen für die Auswahl des vergangenen Zeitpunktes, dessen Kennzahlwerte an Knoten und Verbindungen dargestellt werden sollen, anzeigt werden. Hier kann man für den gewünschten Zeitpunkt Uhrzeit und Datum einstellen und die Anzeige der Netzkarten danach durch den Knopf Update -> historisch bestätigen. Über den Knopf Update -> aktuell kann wieder zurück auf die aktuellen Kennzahlwerte umgeschaltet werden.
Da die Anzeige des aktuellen Status eines Knoten den aggregierten Status aller in Unterkarten enthaltenen Knoten und Verbindungen beinhaltet und diese entsprechende Information im Falle eines vergangenen Zeitpunktes verhältnissmässig lange zu berechnen dauert, kann man zusätzlich unter StatusPropagation die Reichweite dieser Aggregation festlegen: gar keine, die erste oder alle Ebenen von Unterkarten eines Knoten können berücksichtigt werden. Je höher die Stufe, umso länger dauert auch die Berechnung.
Um das Ändern des vergangenen Zeitpunktes um feste Zeitunterschiede wie z.B. Minuten, Stunden, Tage oder Monate komfortabler zu machen, stehen hierfür die Auswahlbox Intervall für die Wahl der Größe des Zeitunterschiedes und Einzelschritt -> rückwärts bzw. Einzelschritt -> vorwärts für das Ändern des Zeitpunktes und das anschließende Update der angezeigten Kennzahlwerte. Es ist sogar möglich, das Ändern des Zeitpunktes um einen festen Zeitunterschied in regelmässigen Abständen automatisch zu veranlassen. Hiermit wird eine Animation der Änderung der Kennzahlwerte in der Vergangenheit erlaubt. Der Zeitunterschied wird auch hier durch die Auswahlbox Intervall festgelegt. Desweiteren erlaubt die Auswahlbox Wartezeit die Vorgabe einer minimalen Wartezeit in Millisekunden zwischen zwei automatischen Zeitpunktveränderungen. Die Knöpfe Animation -> rückwärts bzw. Animation -> vorwärts starten dann die Animation in die jeweilige Richtung beginnend beim momentan festgelegten Zeitpunkt. Der Knopf Animation -> stoppen hält die Animation wieder an.
Neben den aktuellen Werten der selektierten Statistiken (siehe auch verfügbare Kennzahlen) in den beiden Topologiedarstellungen im Hauptfenster können ebenfalls die entsprechenden historischen Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresstatistiken abgerufen werden.
Zu allen Elementen in den Karten existiert ein Menü mit kontextabhängigen Funktionen (siehe oben). Diese Menüs erlauben den Aufruf der historischen Statistiken zu dem jeweils ausgewählten Element: Durch das Drücken der rechten Maustaste über einer Verbindungsbeschriftung können Statistiken zu Status, Bandbreite, Auslastung oder Durchsatz der selektierten Verbindung ausgewählt werden. Durch Drücken der rechten Maustaste über dem Komponentensymbol erscheint ein Popup-Menü, das die Anzeige der Vergangenheitsdaten zu Status und zu den Komponentenstatistiken ermöglicht.
In obiger Abbildung wird beispielhaft der Verlauf des Durchsatzes anhand der Verbindung des MWN zum G-WiN dargestellt. Die Abbildung zeigt zwei Graphen (Hin- und Rückrichtung) für den Durchsatz [MBit/s] der Verbindung zwischen dem Router csrwan und am 6. März 2005. Darüber hinaus werden die im Beobachtungszeitraum aufgetretenen Minimal, Maximal- und Durchschnittswerte berechnet und dargestellt. Für Wochen und Monats- und Jahresstatistiken findet aus Darstellungsgründen eine Aggregation durch Mittelwertbildung statt und daher kann die Darstellung des Verlaufs von Verbindungsstatistiken weiter verfeinert werden: Mittels des Menüpunkts kann von der Darstellung des Verlaufs der Hin- und Rückrichtung (d.h der Mittelwerte) auf eine detaillierte Darstellung entweder der Hin- oder der Rückrichtung gewechselt werden (siehe Abbildung). Diese Detaildarstellungen zeigen zusätzlich den Verlauf der Minimal-, Mittel- und Maximalwerte der gewählten Verbindungskennzahl.
Für Standorte außerhalb von München (z.B. Garching, Weihenstephan) existieren eigene Karten (Maschienenwesen, Garching, Weihenstephan, Großhadern). Für die Universitäten LMU und TU existieren die Karten TUM Stammgelände N1, LMU Stammgelände und LMU Oettingenstraße. Kleinere Institute befinden sich evtl. im Standort LRZ / weitere Standorte.
Falls Ihnen diese einfache Strukturierung nicht weiterhilft, können Sie mittels des Menüpunktes Suche / Suche nach Elementen im Hauptfenster nach Ihrem oder jedem beliebigen Anschlußinterface suchen. Dort steht die Suche mittels Wildcards oder regulären Ausdrücken zur Verfügung (siehe Abbildung). Mit dem Wildcard *LMU* werden beispielsweise alle Interfaces angezeigt, deren Namen den String LMU enthält.
Falls Sie dennoch ihr Anschlußinterface nicht finden, können sie mit dem Befehl tracert unter Windows bzw. traceroute unter Unix feststellen über welchen Backbone-Router sie am MWN angeschlossen sind. Beispiel:
:> traceroute www.cnm.mwn.de
traceroute to cnmmwn.lrz-muenchen.de (129.187.254.71) 30 hops max, 38 byte packets
1 csr1cz.lrz-muenchen.de (129.187.10.254) 0.638 ms 0.514 ms 0.471 ms
2 csrwan.lrz-muenchen.de (129.187.1.2) 0.760 ms 0.618 ms 0.756 ms
3 cnmmwn.lrz-muenchen.de (129.187.254.71) 0.748 ms * 1.1 ms
Im obigen Beispiel gelangt der Benutzer über den Router csr1cz in das MWN. Ein Blick auf die Backbone-Darstellung der CNM-Anwendung zeigt, daß der Router csr1cz sich in der Karte LRZ / kleinere Standorte befindet.